Kein Tabu: Fachärzte Rhein-Main informierten über Krampfadern und Hämorrhoiden

Informationsabend für Patienten und Angehörige

21.09.2018

Was sind die Ursachen von Krampfadern und Hämorrhoiden? Auf welche Symptome muss ich achten? Kann ich etwas zur Vorbeugung tun? Und vor allem: Wie kann man sie behandeln? Diese und viele weitere Fragen beantworteten die beiden erfahrenen Chirurgen aus dem Netzwerk der Fachärzte Rhein-Main, Andreas B. Schmidt und Dr. med. Peter Appel, am 20. September im Rahmen eines Informationsabends in der Seligenstädter Emma Klinik.

Besonders interessant: Neben den bewährten Standardmethoden, setzen die Fachärzte wann immer möglich auch auf moderne, besonders schonende Verfahren. Im Fall der Krampfaderbehandlung ist dies zum Beispiel die Laser- bzw. Radiowellentherapie. Hierbei wird über einen winzigen Schnitt im Knöchel- oder Unterschenkelbereich eine dünne Sonde in die Stammvene eingeführt und nach oben bis in die Kniekehle oder Leiste vorgeschoben. Ist die Sonde richtig platziert, wird die Spitze mittels Laserlicht oder Radiowellen erhitzt. Dies führt beim Zurückziehen der Sonde dazu, dass die Veneninnenwand verklebt, die Krampfader sich verschließt und vom Körper abgebaut wird. „Die Vorteile sind vielfältig“, weiß Andreas B. Schmidt. „Kleine Schnitte, die schnell verheilen, kaum Schmerzen, ein sehr geringes Infektionsrisiko und eine stark verkürzte Kompressionsstrumpf-Nachbehandlung. Außerdem kann der Eingriff gut ambulant durchgeführt werden, sodass sich der Patient danach zu Hause in seiner gewohnten Umgebung erholen kann.“

Bei der Behandlung von Hämorrhoiden stehen je nach Stadium und Größe verschiedene Methoden zur Verfügung: Hämorrhoiden der Grade I und II können neben der diätetischen Behandlung verödet oder abgebunden werden. Im fortgeschrittenen Stadium hilft meist nur noch die OP: Neben den Standardmethoden ist die Behandlung mit Hilfe des „Staplers“ (Klammernahtgeräts) eine besonders innovative Methode. Dabei wird überschüssiges Hämorrhoidalgewebe entfernt, nach außen geglittenes wieder nach innen gezogen und an seinem ursprünglichen Platz fixiert. „Da diese OP im Enddarm und nicht im schmerzempfindlichen Analkanaldurchgeführt wird, ist der Eingriff für den Patienten nahezu schmerzfrei. Außerdem gibt es keine offenen Wunden, sodass die Heilung in der Regel schnell voranschreitet und Patienten bald wieder ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen können“, erklärt Dr. med. Peter Appel.

Doch egal um welchen Eingriff es sich handelt. Bei den Fachärzten Rhein-Main gilt: Welche Methode letztendlich angewendet wird, entscheiden Arzt und Patient nach einer umfangreichen Untersuchung und einem ausführlichen Gespräch gemeinsam.

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