Keine Fragen blieben offen

Sehr gut besuchter Infoabend zum Thema "Hüft- und Knie-Arthrose" im Seligenstädter Riesen.

30.11.2018

Dass Arthrose tatsächlich eine Volkskrankheit ist, belegt nicht nur aktuelle Studien, sondern auch der große Andrang bei einem Infoabend der Fachärzte Rhein-Main. Rund 60 Besucher waren am 29. November 2018 der Einladung in den Seligenstädter Riesen gefolgt, um sich ausführlich über zwei der häufigsten Formen, nämlich die Hüft- und Kniearthrose, zu informieren.

„Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz auf unser Angebot“, so der Endoprothetikspezialist Ralf Dörrhöfer. „Es zeigt uns, dass wir mit dem Thema einen Nerv getroffen haben und bestärkt uns darin, mit solchen Informationsveranstaltungen weiter zu machen.“ Die Fragen, die den Besuchern am dringendsten „unter den Nägeln brannten“ waren: Wie entsteht Hüft- und Kniearthrose? Welche modernen und vor allem schonenden Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Wann ist ein Gelenkersatz notwendig? Und wie lange dauert die Genesung? Besonders beeindruckt waren die Zuhörer als der Facharzt für Orthopädie, Chirurgie und Unfallchirurgie von der minimal-invasiven OP-Technik und dem Rapid Recovery Programm („schnelle Genesung“) berichtete.

Weniger Schmerzen und schnellere Mobilisation dank minimal-invasiver Technik
Bei der minimal-invasiven Methode wird gewebe- und muskelschonend operiert. „Während bei traditionellen OP-Verfahren die Oberschenkelmuskulatur umfassend abgelöst wird, erfolgt bei der minimal-invasiven Technik der Zugang zum Gelenk durch natürliche Öffnungen zwischen den Muskeln“, erklärte der Experte. Die Vorteile für den Patienten liegen auf der Hand: Das Verfahren schont das Gewebe und kommt dabei mit kleineren Hautschnitten aus. In der Regel führt dies zu weniger Schmerzen, einer schnelleren Heilung und dem früheren Zurückerhalten der Beweglichkeit. „Welches OP-Verfahren wir jedoch letztendlich einsetzen, entscheiden wir aber immer gemeinsam mit dem Patienten nach einem ausführlichen Gespräch und einer umfassenden Untersuchung“, so Dörrhöfer.

Schnelle Genesung mit optimaler Nachbehandlung
Neben der schonenden OP-Methode sei für den Heilungsprozess auch die Nachsorge und Physiotherapie sehr wichtig. Im Netzwerk der Fachärzte Rhein-Main komme dabei ein sehr modernes Modell zum Einsatz, das sogenannte Rapid Recovery Programm (‚Schnelle Genesung‘), erklärte Dörrhöfer. Darin sind mehrere aufeinander abgestimmte Schritte wichtig: Patienten werden frühzeitig auf die OP sowie die Zeit danach vorbereitet und ebenso während des gesamten Prozesses aktiv mit einbezogen. Zudem wird ein Angehöriger geschult, den Verlauf zu begleiten und zu unterstützen. „Zusammen mit einer speziellen Schmerztherapie und dem frühen Mobilisieren des Patienten schaffen wir es, dass sich Patienten heutzutage deutlich schneller erholen, wieder aktiv sind und den Gelenkersatz gar nicht als ‚Auszeit‘ erleben“, so der Experte abschließend.

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