Allgemeinchirurgie

Erkrankungen der Haut, Weichteile und Körperoberfläche

Fachbereich Allgemeinchirurgie

Die Allgemeinchirurgie der Fachärzte Rhein‑Main deckt ein breites Spektrum an Eingriffen ab, die Erkrankungen der Haut und Weichteile betreffen. Dazu gehören unter anderem die Entfernung von Haut- und Unterhautveränderungen sowie die Versorgung akuter entzündlicher Prozesse.

Die operative Entfernung von Veränderungen der Haut und Weichteile wie Muttermalen, Narben oder Abszessen kann über sehr kleine Hautschnitte besonders schonend durchgeführt werden. Dabei kommen feine Instrumente zum Einsatz, um das umliegende Gewebe bestmöglich zu schützen. Durch die geringe Gewebeverletzung heilen die Wunden meist schneller und führen häufig zu einem guten kosmetischen Ergebnis.

Je nach Befund oder Komplexität stehen jedoch auch klassische offene Operationsverfahren zur Verfügung. Im Folgenden sehen Sie eine Auflistung der häufigsten Krankheitsbilder, die wir chirurgisch behandeln.

    Oberflächen- und Weichteilchirurgie

    Die Oberflächen- und Weichteilchirurgie umfasst Eingriffe an Haut, Unterhaut, Muskeln und anderen weichen Gewebsstrukturen. Sie kommt unter anderem bei gutartigen Hautveränderungen, Abszessen, Narben oder kleinen Tumoren zum Einsatz. Viele dieser Eingriffe können schonend in lokaler Betäubung durchgeführt werden. Ziel ist es, störende oder krankhafte Veränderungen sicher zu entfernen und eine kosmetisch unauffällige Heilung zu erreichen.


    Eingewachsene Zehnägel

    Ein chirurgischer Eingriff wird notwendig, wenn sich der eingewachsene Zehennagel entzündet und starke Schmerzen verursacht oder konservative Maßnahmen nicht helfen. Dabei wird der seitliche Nagelanteil gezielt entfernt und der Nagelwall entlastet. Häufig wird zusätzlich die Nagelwurzel verkleinert, um ein erneutes Einwachsen zu verhindern. Der Eingriff erfolgt meist in lokaler Betäubung und ermöglicht eine rasche Schmerzlinderung sowie eine zügige Heilung.

    Muttermale

    Muttermale werden entfernt, wenn sie sich verändern, bluten oder jucken oder ein auffälliges Wachstum zeigen. Auch störende oder immer wieder verletzte Muttermale können aus funktionellen oder ästhetischen Gründen entfernt werden. Der Eingriff erfolgt in der Regel in lokaler Betäubung, wobei das Muttermal vollständig herausgeschnitten und feingeweblich untersucht wird. Ziel ist eine sichere Diagnostik und eine möglichst unauffällige Narbenbildung.


    Hautzysten und Atherome

    Hautzysten werden operativ entfernt, wenn sie sich entzünden oder schmerzhaft werden oder durch ihr Wachstum stören. Auch wiederkehrende oder ästhetisch belastende Zysten können chirurgisch sinnvoll entfernt werden. Dabei wird der Zysteninhalt samt Kapsel vollständig herausgelöst, um Rückfälle zu vermeiden. Der Eingriff erfolgt meist in lokaler Betäubung und führt in der Regel zu einer schnellen Beschwerdelinderung und guten Heilung.


    Narbenkorrektur

    Eine Narbenkorrektur wird eingesetzt, wenn Narben verhärtet, eingezogen oder funktionell störend sind. Dabei wird die bestehende Narbe entfernt oder in ihrer Form verändert, um die Hautspannung zu reduzieren. Der Eingriff erfolgt meist in lokaler Betäubung und kann verschiedene Techniken wie Gewebeverschiebungen oder Z‑Plastiken umfassen. Ziel ist eine weicher wirkende, weniger störende Narbe und eine verbesserte Beweglichkeit.

    Abszess

    Abszesse

    Ein Abszess ist eine entzündliche Ansammlung von Eiter im Gewebe, meist durch Bakterien verursacht und mit Schmerzen, Rötung und Schwellung verbunden. Da der Körper die Entzündung oft nicht allein beseitigen kann, ist die wirksamste Behandlung die chirurgische Spaltung des Abszesses. Der Eingriff erfolgt in der Regel in lokaler Betäubung und führt schnell zu einer deutlichen Schmerzlinderung. Die Wunde wird anschließend offen behandelt, damit sie von innen heraus abheilen kann.


    Portimplantation und Portexplantation

    Die Implantation eines venösen Portkatheters ermöglicht eine sichere und komfortable Medikamentengabe, zum Beispiel im Rahmen einer Chemotherapie. Der Port wird unter die Haut eingesetzt und bietet einen direkten Zugang zum Gefäßsystem, ohne dass wiederholte Punktionen der Armvenen notwendig sind. Die Membran des Ports kann beliebig oft angestochen werden, ohne Narben oder Überempfindlichkeiten zu verursachen, sodass die Behandlung auch über lange Zeiträume meist schmerzfrei bleibt. Wird der Port nicht mehr benötigt, kann er in einem kurzen Eingriff wieder entfernt werden.